Aktuelles

 

Offener Brief zu den Themen Mobilfunk und Einführung des neuen Standards 5G

Die UBI hat eine klare Position zum Mobilfunk. Die Gemeinde Icking zielt seit vielen Jahren darauf ab, den Netzausbau planungsrechtlich so zu steuern, dass ein Ausgleich zwischen guter Versorgung und dabei geringer Strahlenbelastung erreicht wird. Diesen Weg werden wir weiter beschreiten.

Politisch muss daneben darum gekämpft werden, dass in Zukunft alle Masten zwingend durch die verschiedenen Anbieter genutzt werden und kein Mehrfachausbau für die verschiedenen Anbieter mehr stattfindet. Immer größere Masten können ohne Genehmigung errichtet werden und die Möglichkeiten der Bauleitplanung durch die Gemeinde werden immer geringer. Das kann nicht sein.

Außerdem müssen die Sorgen der Bürger bezüglich der Entwicklung des Mobilfunkausbaus und insbesondere des 5G Ausbaus ernstgenommen werden. Es ist nicht verständlich, warum Deutschland immer noch alte gesetzliche Grenzwerte für elektromagnetische Strahlung hat, die um ein Vielfaches höher sind als in anderen Ländern.

Die Bürger wollen Klarheit über Gefahren und mögliche Schäden durch 5G. Deshalb richtet die UBI einen offenen Brief an die überörtliche Politik.

Daneben setzt die UBI auch auf den Ausbau der Beratung vor Ort zur Gesundheitsvorsorge für unsere Bürger. Denn die stärkste Belastung geht von den Quellen aus, die wir selber in der Hand haben. Nicht nur das eigene Handy ist hier zu nennen, sondern es gibt im häuslichen Umfeld viele Quellen mit deutlich höherer Strahlungsintensität, derer wir uns bewusst werden müssen und die häufig auch vermeidbar sind. Den offenen Brief können Sie sich hier herunterladen.

Adressaten des Briefes:

Ministerpräsident Markus Söder

Staatsminister Hubert Aiwanger

Landrat Josef Niedermaier

MdL Martin Bachhuber

MdL Florian von Brunn

MdL Albert Duin

MdL Florian Streibl

MdL Hans Urban

MdB Alexander Radwan

MdB Andreas Wagner

 

Interview mit Jörn Gutbier von diagnose:funk

Gesundheitsgefahr durch 5G? – Ein kritischer Blick auf Mobilfunknutzung sowie deren Netze und Frequenzen

Spätestens seit 2018 ist der LTE-Nachfolger in aller Munde. Es vergeht kaum ein Tag, an dem Politik, Unternehmen und Wirtschaft nicht mit Debatten, Forderungen oder Erfolgen bei der Vorbereitung zur Einführung medial präsent sind. Läuft alles glatt, wird 2020 5G-Funk in den ersten Städten funken. Lesen Sie hier das vollständige Interview mit Jörn Gutbier.

Der Stand der 5G-Technik

Während LTE & LTE Advanced (4G) mittlerweile – wenn auch noch nicht flächendeckend – weltweit zum Einsatz kommen, wurde von Unternehmen, Universitäten und Kommisionen bereits 2015 die Arbeit am Mobilfunk Standard der 5. Generation (5G) aufgenommen. Der weltweite Standard für die 5G Technologie wurde im Dezember 2017 final definiert und im Juni 2019 kam in Deutschland die Versteigerung der ersten 5G Frequenzen zum Abschluss. Wir erläutern Ihnen in diesem Beitrag den aktuellen Stand der Entwicklung, die technischen Rahmenbedingungen für den 5G Standard und die möglichen Aussichten für das mobile Internet der Zukunft. Lesen Sie hier den Artikel von FTS Henning .

Mobilfunk-Strahlung senken

Jederzeit und überall mobil zu telefonieren und das Internet zu nutzen gehört heute zum Standard der modernen Telekommunikation. Ermöglicht wird dies mittels elektromagnetischer Wellen, die durch eine stetig steigende Anzahl von Antennen übertragen werden. Hierzu werden verschiedene Funkstandards GSM (2G), UMTS (3G) und LTE (4G) eingesetzt. Stark zunehmende Nutzung vor allem des mobilen Internets sowie höhere Ansprüche bei der Versorgungsqualität führen zu einer Dauerbestrahlung durch immer engmaschigere Funknetze. 5G, die Weiterentwicklung von 4G ist hier kein Bruch sondern eine Fortsetzung und ermöglicht noch schnellere Datenübertragungen.

Eine Bestrahlung ist also schon da, 2G, 3G und 4G. Wie kann man sein persönliches Risiko senken? Die Broschüre von funktechanalyse gibt Anregungen vor allem für den häuslichen Bereich (WLAN, DECT-Telefone, Abschirmung der Wohnung).

Stellungnahme der UBI
zum Bürgerinformationsabend Mobilfunk


Liebe Ickinger,

vor über 10 Jahren beschäftigte sich die Gemeinde Icking bereits sehr intensiv mit dem Thema Mobilfunk bzw. mit den Sendemasten auf dem Gemeindegebiet. Die Telekommunikationsunternehmen wollten (und sollten politisch) eine flächendeckende Versorgung anbieten.

Viele Bürger und auch die Gemeinde wünschten einen größtmöglichen Schutz vor bzw. eine möglichst geringe Belastung durch die Strahlung.

Es wurden in der Folge sogenannte Konzentrationsflächen ausgewiesen. Ziel ist, Mobilfunksender, auf deren Genehmigung die Telekommunikationsunternehmen einen gesetzlichen Anspruch haben, dort anzusiedeln, wo bei guter Mobilfunkversorgung die geringste Strahlenbelastung in den Wohngebieten vorliegt. Andere Standorte, die strahlenschutztechnisch deutlich ungünstiger sind, sollten auf diese Weise verhindert werden und vorhandene Anlagen sollten mit der Zeit auf diese optimierten Flächen umgesiedelt werden.

Angesichts des nun angekündigten Bauantrages für einen Mobilfunkmast auf der ausgewiesenen Konzentrationsfläche am Sportplatz war es wichtig sich mit Hilfe unserer beratenden Experten darüber klar zu werden, ob unsere Annahmen zu den Konzentrationsflächen und dem gemeindlichen Mobilfunkkonzept noch gelten oder ob sie aufgrund der neuen Mobilfunkgeneration 5G einer Anpassung bedürfen, um auch weiterhin den bestmöglichen Strahlenschutz in den Wohngebieten zu erreichen.

Aufgrund der eingehenden Ausführungen unserer Berater und ausgewiesenen Experten auf dem Bürgerinformationsabend der Gemeinde am 13.11.2019 ist deutlich geworden:

Auch bei einer Bestückung des geplanten Mastes mit 5G Technologie werden wir auf lange Sicht deutlich geringere Strahlungswerte in den Wohngebieten erzielen, als wir es seit vielen Jahren mit den derzeitigen Standorten haben. Die 5G Technologie auf diesem Mast wird sich in der Strahlungsfrequenz auch nicht unterscheiden. Es wird uns auf diesem Weg gelingen die deutlich geringeren Grenzwerte, die in anderen Ländern gelten, einzuhalten.

Der Versuch einer Hemmung, Verhinderung oder Verzögerung dieses Bauantrags wird nach dem deutlichen Rat des die Gemeinde beratenden Rechtsanwalts zum einen nicht funktionieren, da die Baugenehmigung gleichwohl erteilt würde. Zum anderen liefe die Gemeinde Gefahr, ihre positive Gestaltungsmöglichkeit im Sinne der optimierten Standortwahl zu verlieren. Die Folge wäre möglicherweise ein Mast an strahlungstechnisch wesentlich ungünstigerer Stelle.

Ickinger, die ihre Unterschrift unter dem Bürgerbegehren angesichts dieser Umstände zurücknehmen möchten, können dies in der Gemeinde bei Frau Härtig (Büro im 1. Stock) oder durch einfache Mail mit entsprechendem Hinweis an Margit Menrad (margit.menrad@icking.de) tun.

Aufgabe der Gemeinde ist es vielmehr den bisher eingeschlagenen Weg weiter zu gehen, um so die Strahlenbelastung im Gemeindegebiet soweit wie technisch und rechtlich möglich zu minimieren.

Nicht der gesamte Außenbereich der Gemeinde ist durch den bereits bestehenden Teilflächennutzungsplan beplant und optimiert. Bei weiteren Masten außerhalb des Teilflächennutzungsplans wird die Gemeinde wieder das bereits erprobte Verfahren  durchlaufen müssen: Im Auftrag der Gemeinde muss der jeweilige Standort darauf untersucht werden, ob er im Sinne der Strahlungsminimierung die bestmögliche Variante darstellt, oder ob wir das Telekommunikationsunternehmen auf einen anderen, verträglicheren Standort verweisen.

Richtig und wichtig ist aber auch:

  1. Es ist nicht verständlich, warum Deutschland immer noch gesetzliche Grenzwerte für die Strahlungsbelastung hat, die um ein Vielfaches höher sind als in anderen Ländern.
  2. Der Bauleitplanung der Gemeinde müsste mehr Raum gegeben werden. Die Genehmigungsfreistellung kleiner Anlagen in Wohngebieten nimmt den Gemeinden die Möglichkeit im Sinne ihrer Bürger Vorsorge zu betreiben.
  3. Der Gedanke der Strahlungsminimierung müsste mehr Gewicht bekommen:
    • kabelgebundene Technik muss zwingend vor funkgestützter stehen
    • kein Ausbau und Strahlung ohne tatsächliche Anwendung
    • kein Mehrfachausbau durch verschiedene Anbieter anstatt zwingender Roamingvereinbarungen.

Wir unterstützen diese politisch richtigen Ansätze!

Die Gemeinde muss aber ihren Weg zum bestmöglichen Schutz ihrer Bürger innerhalb der jetzt geltenden Rechtslage finden. Dass wir hier auf dem richtigen Weg sind, hat uns Bürgern und Gemeinderäten die Informationsveranstaltung  gezeigt.

Daneben ist es wichtig, sich über die Vorsorge bezüglich der Strahlungsquellen im häuslichen Umfeld klar zu werden. Hier empfiehlt es sich, das eigene Verhalten und die eigenen Geräte durchzuchecken.

Der Berater der Gemeinde, Herr Ulrich, gibt auf seiner Website (https://www.funktechanalyse.de/info-faq/haeufige-fragen-faq/funk-in-der-wohnung/) Tipps zu Strahlungsquellen im häuslichen Umfeld.

Die Breitbandinitiative Icking gibt auf ihrer Website (https://www.breitband-icking.de/) einen Hinweis, wie man die „homespot“ Funktion (öffentliches WLAN vom privaten Router) abstellen kann.

 

Herzliche Grüße
Georg Linsinger
im Namen des UBI Vorstands

So schalten Sie den Vodafone Hotspot aus

Strahlung minimieren

Unsere Fritz!Box Kabelrouter von Vodafone werden als öffentlicher WLAN-Hotspot verwendet. Der Service nennt sich „Homespot“ und wird oft automatisch freigeschaltet. Der Service kann jederzeit im Kundenportal deaktiviert und wieder aktiviert werden.

1. Auf die website www.vodafone.de gehen.
2. Bei „mein Vodafone“ einloggen
3. „Einstellungen“ wählen
4. „Interneteinstellungen“ wählen
5. „Homespot einstellen“ anklicken
6. Die folgende Frage mit „nein“ beantworten und speichern

Die Anleitung wird in Kürze auch auf der Website der Breitbandinitiative zu finden sein:
https://www.breitband-icking.de

Viele Grüße
Verena Reithmann

Verhinderungstaktik wird nicht aufgehen


Mobilfunkexperten raten der Gemeinde, mit dem Betreiber zu verhandeln.

 

Seit bekannt geworden ist, dass Vodafone einen neuen Mobilfunkmasten in Icking errichten möchte, wird über das Thema 5G hitzig diskutiert. Am Mittwochabend hatte die Gemeinde zu einem Bürgerinformationsabend mit dem Titel “Mobilfunkmast beim Sportplatz” eingeladen….Lesen Sie hier den Artikel von Leonora Mitreuter im Isar-Loisachboten vom 15. Nov. 2019

 

5G in Icking?


Informationsveranstaltung im Rathaus Icking am 13.11.2019

 

Liebe Ickinger,

vor ein paar Jahren beschäftigte sich die Gemeinde Icking sehr intensiv mit dem Thema Mobilfunk, bzw. mit den Sendemasten auf dem Gemeindegebiet. Die Telekommunikationsunternehmen wollten (und sollten politisch) eine flächendeckende Versorgung anbieten. Viele Bürger und auch die Gemeinde wünschten einen größtmöglichen Schutz vor bzw. eine möglichst geringe Belastung durch die Mikrowellenstrahlung. Es wurden sogenannte Konzentrationsflächen ausgewiesen. Ziel war, Mobilfunksender, auf deren Genehmigung die Telekommunikationsunternehmen einen gesetzlichen Anspruch haben, dort anzusiedeln, wo bei guter Mobilfunkversorgung die geringste Strahlenbelastung in den Wohngebieten vorliegt. Andere Standorte im Außenbereich, die strahlenschutztechnisch deutlich ungünstiger sind, sollten auf diese Weise verhindert werden. Vorhandene Anlagen sollten mit der Zeit möglichst auf diese optimierten Flächen umgesiedelt werden.

Nun kommt die nächste Mobilfunk-Generation, 5G. Ob gesundheitliche Risiken durch diese Technologie ausgeschlossen werden können, ist wissenschaftlich noch nicht belegt.
Beim Glasfaserausbau haben wir darum gekämpft, dass Icking eine technische Vorreiterrolle spielt, gerade auch um die Breitbandversorgung kabelgebunden und nicht funkgestützt sicherzustellen. Hauptanwendungen für die 5G-Technologie sind industrielle Anwendungen und autonomes Fahren. Beides sieht die UBI derzeit als nicht für Icking notwendig an. Deshalb sollte Icking unseres Erachtens für diese Technologie keine entsprechende fördernde Vorreiterrolle wie beim flächendeckenden Glasfaserausbau einnehmen, sondern lieber Erfahrungswerte und wissenschaftliche Erkenntnisse abwarten. Dafür werden wir uns einsetzen. Aber kann bei so einer Technologie ein fundiertes und ausgewogenes Risiko-Nutzen Verhältnis, bei derzeit sehr unklares Risiko bei wenig bis kein Nutzen von 5G bei uns auf dem Land, überhaupt entstehen?

Außerdem möchten wir uns als UBI insbesondere auch auf der Informationsveranstaltung im Rathaus Icking am 13.11.2019 ein Bild machen, ob unsere Annahmen zu den Konzentrationsflächen und dem gemeindlichen Mobilfunkkonzept noch gelten oder einer Anpassung bedürfen, um auch weiterhin den bestmöglichen Strahlenschutz in den Wohngebieten zu erreichen?

Mitgliederversammlung

Vorstand und Mitgliederversammlung schlagen Verena Reithmann als Bürgermeisterkandidatin der UBI vor
Der bisherige Vorstand der UBI wurde wiedergewählt

Der Vorstand der Unabhängige Bürgerliste Icking (UBI) hat auf der Mitgliederversammlung am 16.10.2019 seinen Mitgliedern vorgeschlagen, Frau Verena Reithmann in einer Aufstellungsversammlung als Kandidatin für das Bürgermeisteramt in Icking zu nominieren.

Die Mitgliederversammlung hat sich einstimmig dafür ausgesprochen, dem Vorschlag des Vorstands zu folgen. Bei der Aufstellungsversammlung am 21.11.2019 wird die UBI ihre Kandidatenliste für den Gemeinderat abschließend festlegen.
Um ihre Schwerpunkte in der Gemeindepolitik für die kommenden Jahre zu formulieren, wird die Unabhängige Bürgerliste Icking wie gewohnt in Workshops mit allen Mitgliedern gemeinsam ein Programm erarbeiten. Ziel ist es, an das Erreichte der Vergangenheit anzuknüpfen, neue Ziele zu stecken und Prioritäten herauszuarbeiten.

Alle Kandidaten und das Programm der UBI werden nach der Aufstellungsversammlung vorgestellt.
Auf der Mitgliederversammlung wurde auch der bisherige Vorstand, bestehend aus Dr. Georg Linsinger (Vorsitzender), Claudia Roederstein und Stefan Schneider (Stellvertreter), Verena Reithmann (Schriftführer) und Angelika Ertl (Kassier) für die Dauer von 3 Jahren wiedergewählt. Außerdem haben sich 8 neue Mitglieder aus verschiedenen Ortsteilen und allen Altersgruppen der Mitgliederversammlung vorgestellt.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Georg Linsinger